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Senioren als aktive Kraftfahrer

Autofahren bedeutet mobil sein. Das ist besonders für ältere Menschen sehr wichtig. Denn nur wer mobil ist, kann auch im Alter soziale Kontakte selbst über größere Entfernungen hinweg pflegen. Wer dabei einsieht, dass die körperliche Leistungsfähigkeit im Alter nachlässt und sein Fahrverhalten entsprechend einstellt, fährt auch noch sicher. Jeder zweite ältere Autofahrer weiß zwar um die altersspezifischen Unfallursachen wie geringeres Sehvermögen, Konzentrationsschwächen, nachlassende Reaktionsvermögen, meint aber, davon nicht betroffen zu sein.

Unsere Tipps: 

  • Muten Sie sich keine zu langen Fahrtstrecken zu. Die Konzentrationsfähigkeit nimmt durch Ermüdungserscheinungen ab.
  • Legen Sie öfter mal eine Pause ein.
  • Setzen Sie sich nicht zeitlich unter Druck, sondern planen Ihre Fahrtzeiten lieber großzügig.
  • Fahren Sie nicht zu Stoßzeiten und achten Sie bei der Routenplanung darauf, Stauzonen zu meiden.
  • Vermeiden Sie Nacht- und Schlechtwetterfahrten.
  • Meiden Sie Ihnen unbekannte Innenstädte. Nutzen Sie stattdessen lieber die Park-and-Ride- Angebote.
  • Achten Sie auf Ihre Fahrgeschwindigkeit und halten Sie ausreichenden Abstand zu Ihrem Vordermann. Entspanntes Fahren ist weniger anstrengend.
  • Fahren Sie nie mit dem Auto, wenn Sie sich nicht fit fühlen.

Für Autofahrer sind vor allem folgende Bereiche von Bedeutung:

  • Durch Bewegungsbeeinträchtigungen im Nackenbereich wird ein rascher Blick in den Rück- oder Außenspiegel oder aber auch ein Blick über die Schulter oder nach links /rechts erschwert. Ein solcher Blick ist aber häufig erforderlich, um sich eine Übersicht über die aktuelle Verkehrssituation zu verschaffen, z. B. beim Rückwärtsfahren, beim Einparken, beim Spurwechsel, beim Einfahren auf die Autobahn, beim Überholen usw.
  • Hände, Arme und Schulterbereich werden beim Lenken und Schalten belastet. In Situationen, die ein schnelles Handeln erfordern, machen sich Bewegungsbeeinträchtigungen in diesem Bereich nachteilig bemerkbar.
  • Füße, Beine und Hüftgelenk sind wichtig für die Bedienung der Pedale. Bei schnell erforderlich werdenden Reaktionen kann man bei Bewegungsbeeinträchtigungen sehr schnell in Bedrängnis kommen.
  • Bewegungsbeeinträchtigungen der Wirbelsäule (z. B. durch rheumatische Erkrankungen) wirken sich ebenfalls sehr nachteilig aus, insbesondere beim Ein- oder Aussteigen.

Unsere Tipps: 

  • Achten Sie vor Antritt der Fahrt darauf, dass Sitz und Rückenlehne für Ihre Bedürfnisse optimal eingestellt sind. Zu nah am Lenkrad bedeutet zu stark angewinkelte Fußgelenke und Verkrampfung der Wadenmuskulatur. Hierdurch kann es zu Blutstauungen in den Beinvenen kommen.
  • Wer zu nah und zu steil am Lenkrad sitzt, presst seine Bauchorgane zusammen und atmet flacher; zu stark angewinkelte Arme ermüden die Schultermuskulatur.
  • Beim kerzengeraden Sitzen wird großer Druck auf die Bandscheiben ausgeübt. Der Oberkörper ermüdet am wenigsten, wenn die Rückenlehne leicht nach hinten geneigt ist. Die Hände sollten locker, etwa in Höhe des Herzens, das Lenkrad umfassen.
  • Legen Sie bei längeren Autofahrten öfter einmal eine Bewegungspause ein, aller spätestens dann, wenn Sie erste Verspannungen in Ihren Gliedern bemerken.
  • Durch mäßige Ausdauerleistungen (Spazieren) können Sie Ihr Gesamtbefinden positiv beeinflussen, sich beweglich halten und somit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. 
  • Nehmen Sie an einem Sicherheitstraining für Pkw-Fahrer teil.

Technische Fakten 

Problembereich Fahrzeug 

Auch eine optimale Fahrzeugausstattung, die auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist, erleichtert das Autofahren und trägt zur Verkehrssicherheit bei, z.B.

  • ein anatomisch optimal angepasster Sitz
  • stufenlos verstellbare Rückenlehnen
  • höhenverstellbare Sitze
  • ausreichende Sitztiefe für die Auflage der Oberschenkel
  • bequeme Erreichbarkeit aller Bedienungselemente
  • elektrische Hilfen (Fensterheber, Zentralverriegelung, Schiebedach)
  • Automatikgetriebe
  • Servolenkung
  • Bremskraftverstärker
  • beheizbare Sitze

Kontextspalte

Ansprechpartner

Arbeitsgruppe Kinder und Jugendliche:

Herr Lars Brummer

Arbeitsgruppe Junge Fahrer:

Herr Herbert Fuß

Arbeitsgruppe Senioren:

Herr Dirk Hartenberger

Arbeitsgruppe Strategie:

Herr Andreas Opfermann-Hauch

Forum Verkehrssicherheit

Jörg Holzhäuser

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr,
Landwirtschaft und Weinbau

Stiftsstraße 9
55116 Mainz

Postfach 3269
55022 Mainz 

Telefon: 06131 / 16-2297
Telefax: 06131 / 16-172297

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