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Gesundheit und
Medikamente
Eine ausreichende Gesundheit stellt bei Vielem, was wir tun,
eine wichtige Voraussetzung dar. Die Verkehrsteilnahme, gleichgültig
in welcher Art und Weise, bildet hier keine Ausnahme. Ganz
im Gegenteil, nur wenn wir uns "gesund und munter" fühlen,
sind wir auch in der Lage, für ein möglichst hohes Maß an
Sicherheit zu sorgen. Im Gegensatz zu den anderen Problembereichen,
ist es in dem Bereich Gesundheit nicht so einfach, klare Regeln
aufzustellen.
Das liegt daran, dass jeder eine persönliche Vorstellung
von Gesundheit hat. Zudem vollziehen sich Veränderungen im
körperlichen Bereich nicht immer offensichtlich
und eindeutig. Deshalb werden entstehende
Beeinträchtigungen von den Betroffenen nicht oder
nicht rechtzeitig wahrgenommen. Chronische Erkrankungen,
wie z. B. Diabetes oder Bluthochdruck, werden nicht als Krankheiten
in diesem Sinne akzeptiert, insbesondere nicht, wenn man sie
durch entsprechenden Medikamenteneinsatz "gut im Griff" hat.
So nehmen im Durchschnitt täglich etwa 20 Millionen Menschen
in Deutschland Medikamente ein und nehmen trotzdem als Autofahrer,
Busfahrer, Fußgänger oder Radfahrer am Straßenverkehr teil.
Viele dieser eingenommenen Arzneimittel ermöglichen oft erst die Teilnahme am Straßenverkehr, da der Gesundheitszustand
eine Verkehrsteilnahme ohne die entsprechenden Medikamente
gar nicht zuließe. Neben dieser erwünschten Wirkung haben
viele Medikamente allerdings auch unerwünschte, aber nicht
zu unterdrückende Nebenwirkungen. Diese beeinträchtigen evt. die Tüchtigkeit
zur Verkehrsteilnahme. So entstehen Risiken für den Anwender
der Medikamente, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer.
Viele Menschen medikamentieren sich selbst ohne ärztlichen Rat. Diese Verhaltensweise erhöht die
Risiken im Straßenverkehr zum Teil erheblich, da Nebenwirkungen
oder Wechselwirkungen mit anderen - vielleicht sogar ärztlich
verordneten - Medikamenten nicht überschaubar sind. Tatsache
ist, dass etwa 20 % der in Deutschland erhältlichen
Medikamente das Verkehrsverhalten des Anwenders zum Teil erheblich
beeinflussen. Die Folgen sind dann plötzliche Einbrüche der
Leistungsfähigkeit.
Die Reaktionszeiten verlängern sich oder andere Sinneswahrnehmungen
verändern sich in negativer Weise. Insofern ist auch die Frage,
ob man sich noch "guten Gewissens" ans Steuer setzen kann,
manchmal nur sehr schwer objektiv zu beantworten.
Unsere Tipps:
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Sprechen Sie bei Ihrem
Arzt unbedingt und immer wieder das Thema Verkehrsteilnahme
an, wenn er es von sich aus nicht
tun. |
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Bei gleichzeitiger
Einnahme mehrerer Medikamente kann es zu Wechselwirkungen
kommen. Unterrichten Sie Ihren Arzt über
alle Medikamente, welche Sie nehmen; auch die von anderen
Ärzten verschriebenen und die, welche Sie ohne ärztliche
Verordnung einnehmen. |
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Lesen Sie immer den Beipackzettel aufmerksam durch. Bei Zweifeln
fragen Sie den Arzt oder Apotheker. |
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Nehmen Sie Rücksicht auf
Ihr körperliches Befinden. Auch kleine Unpässlichkeiten
vermindern Konzentration und Reaktionsvermögen. Fahren
Sie nie, wenn Sie sich nicht fit fühlen! |
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