| Senioren
Menschen/Senioren sind so alt wie sie
sich fühlen
Mobil sein und aktiv bleiben- das ist heute keine Frage des
Alters mehr
In der Statistik ist ein Senior 65 Jahre und älter. Das ist
eine starre Altersgrenze, die keinen Aufschluss über die Leistungsfähigkeit
und Fitness von Senioren gibt. Natürlich treten im Laufe der
Zeit körperlich Einschränkungen auf: Der eine kommt aus der
Puste, wenn er über die Straße eilt, der andere merkt, dass
lange Autofahrten ihn mehr als früher anstrengen. Gerade deshalb
ist es wichtig, positiv zu denken. Wer vielseitig interessiert
ist und sich körperlich und geistig fit hält, kann sich besser
auf die Herausforderungen von morgen einstellen. Arthur Rubbinstein
hat im Alter von 90 Jahren noch Klavierkonzerte gegeben und
Picasso ebenfalls im hohen Alter noch außergewöhnliches geleistet.
Entscheidend für die Leistungsfähigkeit von Senioren ist keineswegs
die Anzahl der Lebensjahre, sondern der Gesundheitszustand,
die Lernfähigkeit, aber auch die Art und Weise wie der Alterungsprozess
verarbeitet wird. Vorurteile und Klischees gegenüber älteren
Menschen im Straßenverkehr sind falsch.
In der Wirklichkeit ist der tattrige Greis ebenso selten wie
der strahlende Werbe-Opa. Mobil bleiben, das fängt im Kopf an.
Gefordert ist ein wachsendes gegenseitiges Verständnis bei jung
und alt.
Senioren tragen ein anderes Risiko
Deutschland 2008
2008 verunglückten bundesweit 44.527 Personen über 65 Jahren im Straßenverkehr - 543 weniger als 2007. An der Gesamtzahl der Verunglückten ist dies ein Anteil von rund 11%. Senioren stellten in diesem Jahr aber mehr als 20 % der Gesamtbevölkerung.
1.066 Senioren wurden im Straßenverkehr getötet. Das was ein Anteil von 22,5 % an der Gesamtzahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten.
Rheinland-Pfalz 2008
Auch In Rheinland-Pfalz betrug der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung 2008 mehr als 20 %. Der Anteil der Senioren an allen im Straßenverkehr Verunglückten lag hier bei 10 %. 55 Senioren starben 2008 auf rheinland-pfälzischen Straßen, neun mehr als 2007. Damit war jeder vierte (24,2 %) getötete Verkehrsteilnehmer 65 Jahre und älter.
Dieser hohe Anteil der im Straßenverkehr getöteten Senioren belegt, dass das Risiko älterer Menschen, bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt oder sogar getötet zu werden, erheblich größer ist als bei anderen Altersgruppen.
Das zeigt auch eine anderer Vergleich: wird ein Senior bei einem Unfall verletzt, so führen bei 2,5 % dieser Fälle die Verletzungen zum Tod. Bei den 15-24jährigen beträgt diese Quote 0,9%. Schwere Verletzungen trägt der Senior in 28 % der Fälle davon, der jüngere bei 17%.
Hierin spiegelt sich einerseits die mit zunehmenden Alter nachlassende physische Widerstandskraft wider, andererseits das höhere Risiko schwer verletzt zu werden durch die Art der Verkehrsteilnahme: Senioren sind häufiger als Fußgänger oder Radfahrer unterwegs. 13 der 55 tödlich verunglückten Senioren waren Fußgänger, genauso viele waren mit dem Fahrrad gefahren.
Fazit
Ältere Menschen sollten ihr Verhalten an ihr Alter und ihr individuelles Leistungsvermögen anpassen. Das muss nicht unbedingt Einschränkung bedeuten. Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat in einer Untersuchung festgestellt, dass Senioren häufig in der Lage sind, eine abnehmende körperliche Leistungsfähigkeit durch gewonnene Erfahrungen und Anpassung auszugleichen. Sie nutzen ihre Erfahrungen und können beispielsweise die Entwicklung brenzliger Situationen besser vorhersehen als junge Fahrer.
Als Autofahrer stellen sie ihr Verhalten auf mögliche Beeinträchtigungen ein und fahren langsamer, defensiver und oft gar nicht zu Hauptverkehrszeiten, bei Dunkelheit oder sonstigen schlechten Straßenverhältnissen.
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