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Nur noch "neue" Kindersitze verwenden 

Ab dem 9. April 2008 dürfen in Europa nur noch Kindersitze verwendet werden, die der Prüfnorm ECE-R 44/03 oder ECE-R 44/04 entsprechen. Damit genügt für Kinderrückhalteeinrichtungen nicht mehr das Kriterium "amtlich genehmigt", vielmehr wird nun eine Prüfung mindestens nach ECE 44/03 vorgeschrieben.

Nach welcher Norm das Kinderschutzsystem getestet wurde, steht auf einem kleinen weißen oder orangefarbenen Label, das an jedem Kindersitz angebracht sein muss. Die darauf befindliche Prüfnummer, die unterhalb des schwarz umkreisten Buchstaben "E" steht, muss mit "03" oder "04" beginnen. Ältere Kindersitze, die lediglich eine Zulassung nach ECE-R 44/01 oder 44/02 besitzen dürfen nicht mehr verwendet werden. 

Wer gegen diese Vorschrift verstößt, riskiert ein Verwarnungsgeld von 30 Euro. Sind mehrere Kinder nicht vorschriftsmäßig gesichert, drohen sogar 35 Euro. 

Unfalluntersuchungen belegen, dass ungesicherte Kinder im Auto gegenüber Gesicherten bei einem Autounfall ein sieben mal höheres Risiko haben, schwere oder gar tödliche Verletzungen zu erleiden. Obwohl es schon lange eine Sicherungspflicht für Kinder im Auto gibt, wird der Nachwuchs oft falsch oder manchmal überhaupt nicht gesichert. Beobachtungen und Befragungen belegen, dass immer noch zwei Drittel aller Kinder im Auto nicht richtig gesichert sind. 

Worauf Sie achten sollten :

  • Babyschalen (Reboardsysteme) nicht auf Sitzen mit aktivem Airbag einsetzen.
  • Wenn möglich, Isofix-Sitze verwenden. Diese werden mittels genormter Steckverbindungen mit dem Fahrzeug verbunden.
  • Wenn Sie keine Isofix-Sitze verwenden, auf die richtige und straffe Gurtführung bei der Befestigung der Sitze achten. Je fester der Sitz mit dem Fahrzeug verbunden ist, desto größer ist die Schutzwirkung.
  • Nur Sitze mit ECE-R-Prüflabel verwenden (orangefarbene Etiketten), die Seriennummer muss mit ECE-R 44/03 oder 44/04 beginnen.
  • Kinder nur mit den für ihre Körpergröße und ihr Gewicht zugelassenen Sitzen sichern.
  • Vor dem Kauf Montage- und Sitzprobe mit Kind und Auto.
  • Mit gutem Beispiel vorangehen und sich immer anschnallen.

Eine hilfreiche Broschüre hat die "Unfallforschung der Versicherer" (UDV) herausgegeben. Diese Broschüre „Kinder sichern im Auto Ratschläge-Tipps-ISOFIX“ können Sie herunterladen unter www.unfallforschung-der-versicherer.de 

„Bitte anschnallen“ - Noch immer gibt es viele Gurtmuffel

Noch immer ist jeder zehnte Pkw-Insasse innerhalb Ortschaften nicht angeschnallt und jedes vierte Kind nicht vorschriftsmäßig gesichert.

Der Gurt ist Lebensretter Nr. 1. Angeschnallte Insassen bleiben auf ihren Plätzen und werden frühzeitig mit dem Fahrzeug abgebremst. Kräfte, die auf den Körper wirken, sind deutlich reduziert.

Mit der Aktion „Bitte anschnallen“ soll das Thema wieder mehr ins Bewusstsein rücken. Das Verkehrssicherheitsforum wirbt mit drei Bildmotiven um ein breites Votum für das Angurten.

Redaktionen erhalten kostenfrei Druckdateien unter lvw.rheinland-pfalz@remove-this.t-online.de 

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Ansprechpartner

Arbeitsgruppe Kinder und Jugendliche:

Herr Lars Brummer

Arbeitsgruppe Junge Fahrer:

Herr Herbert Fuß

Arbeitsgruppe Senioren:

Herr Dirk Hartenberger

Arbeitsgruppe Strategie:

Herr Andreas Opfermann-Hauch

Forum Verkehrssicherheit

Jörg Holzhäuser

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr,
Landwirtschaft und Weinbau

Stiftsstraße 9
55116 Mainz

Postfach 3269
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