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Archiv 2012

Die selbstkritische Prüfung ist ein guter Schutz

9. Aktionstag für erfahrene KraftfahrerInnen in Zell (Mosel)

Zell (Mosel). Der 9. Aktionstag für erfahrene Kraftfahrer(innen) gab erneut Anstöße für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Vorträge und Straßenaktionen lockten nach Zell an die Mosel. Vorrangiges Ziel war es, vor allem die älteren Verkehrsteilnehmer dafür zu gewinnen, sich immer wieder neu kritisch zu prüfen, wie sie ihr eigenes Verhalten an die sich ständig ändernden Verkehrssituationen anpassen können.

Der Veranstalter, das Forum Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz, hatte viel aufgeboten, das genannte Ziel zu erreichen. In der Zeller „Schwarze-Katz-Halle“ ging es in anschaulichen Lichtbildvorträgen um die physischen und psychischen Entwicklungen beim Kraftfahrer selbst, dann um das aktuelle Verkehrsrecht und schließlich um solche Techniken, die dem älteren Kraftfahrer die Teilnahme am Straßenverkehr erleichtern.

„Senioren sind eher gefährdet als gefährlich“, sagte Axel Uhle vom TÜV Süd (Mannheim). Allerdings seien sie nicht ganz zu gut wie sie selbst meinen, es zu sein. Nachlassendes Sehvermögen, Alkohol, dauerhafter Medikamenteneinsatz, Folgen von Operationen, ein nicht altersgerechtes Fahrzeug und wenig Kenntnisse über den eigenen Alterungsprozess wurden als bedeutsame Gründe für Unfälle und Beinahe-Unfälle genannt.

Das sogenannte Reißverschlussverfahren ist bei vielen Autofahrern nicht angekommen. Zu frühes Einscheren und bewusstes Aussperren sind hier die typischen Fehler. Auch der richtige Umgang mit dem „Grünpfeil“ an Ampelkreuzungen ist vielen fremd. Wer weiß denn schon, dass der Autofahrer anhalten muss, ehe er trotz Rot vorsichtig nach rechts abbiegen darf, falls keiner kommt? Darauf und auf andere Neuigkeiten machten Rita Schemmer (Landesbetrieb Mobilität) und 1. Polizeihauptkommissar Hans-Jürgen Lutz (Polizeipräsidium Rheinpfalz) aufmerksam.

„Das voll autonome Fahren wird kommen“, sagte Dr. Oliver Brockmann (Brockmann-Gruppe), als er neue Techniken vorstellte, mit denen der Autofahrer geschützt und gestützt werden soll. Doch welche Assistenz-Systeme sind sicher und sinnvoll? Hier schloss sich der Reigen der Vorträge. Denn auch bei der Antwort auf diese Frage ist eine regelmäßige, selbstkritische Prüfung unter Mithilfe von Fachleuten und Ärzten angesagt.

Die praktische Erprobung vieler theoretischer Aussagen erfolgte einen ganzen Tag lang gleich vor der Stadthalle. Zum Programm gehörten: Fahrradparcours mit Pedelecs, Fahrradtechnik und –sicherheit, Rauschbrillenparcours, Verkehrssimulator, Einparkhilfe, Spritspartraining, Erste-Hilfe-Information sowie Blutdruck-, Blutzucker-, Hör- und Sehtest. Je wärmer die Luft wurde, desto mehr Interessierte drängten sich an die einzelnen Stände.

Die Kreisverkehrswacht Cochem-Zell als Ausrichter des Tages bot zum Beispiel an auszuprobieren, wie es ist, wenn man/frau wenigstens 80 Jahre alt ist. Der „Alterssimulationsanzug“ vermittelte viele Aha-Erlebnisse. Kreisvorsitzender Wolfgang Behrens legte zudem Wert darauf, die Verbandsgemeinde Zell als Förderer des Tages herauszustellen.

Der Präsident der Landesverkehrswacht, Dr. Jörg Meyer, freute sich über Gäste und Ehrengäste wie Dr. Dagmar von Braunschweig vom Innenministerium, Landrat Manfred Schnur und Verbandsbürgermeister Karl Heinz Simon sowie über den Initiator der Veranstaltung, Polizeihauptkommissar a.D. Manfred Brummer.

Animation: Die „Tanzmäuse Radio rundum“ aus Zell beschwingt um Schwung bemüht. (Foto: Axel Holz)

Dass Autofahren auch etwas mit körperlicher Fitness zu tun hat, wurde ebenfalls demonstriert. Die „Tanzmäuse Radio rundum“ aus Zell und Umgebung (Leitung Gerhard Pietsch) wollten missliebige Gedanken zum Älterwerden erst gar nicht aufkommen lassen und zeigten mehrere Tänze zu gängigen Melodien. Physiotherapeut Peter Köcher ließ die Teilnehmer mitmachen bei einfachen und doch wirksamen Übungen zur Kreislaufaktivierung.

(Axel Holz)

Programm

09:30 Uhr Begrüßung 

Dr. Jörg Meyer, Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz e. V. 

Karl-Heinz Simon, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Cochem-Zell

Manfred Schnur, Landrat des Kreises Cochem-Zell

Dr. Dagmar von Braunschweig, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz

10:00 Uhr "Mobilität ab 50" 

Axel Uhle, Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz e. V.

Rita Schemmer, Landesbetrieb Mobilität, und Hans-Jürgen Lutz, Polizeiprädidium Rheinpfalz

10:40 Uhr Kaffeepause

Dr. Oliver Brockmann, Brockmann-Gruppe

11:20 Uhr Podiumsdiskussion

12:15 Uhr Mittagessen

13:30 Uhr Bewegungsanimation

Peter Köcher, St.Josef Krankenhaus Zell

ab 14:00 Uhr

  • Demonstration einer Einparkhilfe 
  • Radfahrparcours mit Elektrofahrrädern 
  • Rauschbrillenparcours
  • Toter Winkel 

Infostände während der Veranstaltung 

  • Blutdruck- und Blutzuckermessung
  • Fahrradtechnik und -sicherheit
  • Hörtest
  • Neues aus dem Verkehrsrecht
  • Opferschutz
  • Rauschbrillenparcours 
  • Reaktionstest
  • Reaktions- und Bremswegsimulator
  • Sehtest
  • Seniorengerechtes Fahrzeug 
  • Sicherheitstraining
  • Spritspartraining 
  • Theoretische Fahrerlaubnisprüfung
  • Weißer Ring 

Archiv 2012

Tausende Motorradfreunde kamen zum „Anlassen 2012“ an den Nürburgring - Saisoneröffnung mit Gottesdienst und Angeboten zur Verkehrssicherheit

Gut angelassen

Die traditionelle Saisoneröffnung der Motorradfahrer lockte 8.000 Menschen an. Das schönste Eifelfrühlingswetter war nur am frühen Vormittag etwas frisch, danach herrschte eitel Sonnenschein. Die einst als Motorrad-Gottesdienst eingeführte Veranstaltung behielt ihren geistlichen Kern und rückte die ökumenische Feier wieder mehr in den Mittelpunkt des Ereignisses.
Es zelebrierten gemeinsam Weihbischof Dr. Helmut Dieser und Pfarrer Klaus Kohnz sowie der evangelische Pfarrer Thorsten Hertel. Die Kirchengemeinden Nürburg und die Nürburgring Automotive GmbH gingen für diesen Tag eine Partnerschaft ein, die vor allem eines im Sinn hatte: die unfallfreie Fahrt aller Motorradfahrer.
 Ökumene (Foto: A. Holz) 
Das Fahrerlager hinter der Boxengasse der Grand-Prix-Strecke war umgeben von bekannten Anbietern von Verkehrssicherheits-Leistungen. Es blitzte durchaus Stolz im Gesicht von Polizei-Hauptkommissar Joachim Karbach auf, als er die Staffel der Landespolizeischule (Hahn/Hunsrück) präsentierte: „Das Beste, was die Polizei auf dem Motorrad zu bieten hat!“ Die 13 Kollegen zeigten in einer 45-minütigen Schau, dass sie ihre Maschinen beherrschen, schnell und langsam fahrend, kreiselnd und balancierend. Die Vorführung zeigte vor allem die Vorteile des ABS (Antiblockier-Bremssystem) und war daher eine Werbung für dieses technische Ausstattungsteil. Die Polizeischule bildet im Jahr mehr als 2.000 Motorradfahrer aus und weiter.
Die Notfallseelsorge wird von der evangelischen Kirche Adenau getragen. Alle Bemühungen rund um die Sicherheit von Motorradfahrern haben nicht verhindert, dass dieser Dienst eine 24-Stunden-Rufbereitschaft eingerichtet hat, um im Ernstfall gute und schlechte Nachrichten zu überbringen, wie Einsatzleiter Karl Häfner berichtete. Das Wiederauffinden von verloren geglaubten Kindern und die Übergabe an die Eltern sind die guten Nachrichten.
Wer über den Zaun des Fahrerlagers schaute, erlebte gegen 12 Uhr mittags live mit, wie auf der Grand-Prix-Strecke zwei Motorradfahrer ausgangs der ersten Kurve nach Start und Ziel zu Fall kamen. Beide Motoräder wurden abtransportiert, beide Fahrer schienen unverletzt, auch deshalb, weil sie Sicherheitskleidung trugen. Ursache der Ausrutscher war wohl eine Ölspur.
„Möchten Sie auch mal?“ fragte Joachim Notzon von der Verkehrswacht Mayen-Koblenz. Zusammen mit Wolfgang Rudolph betreute er das Reaktionstestgerät und den Motorrad-Simulator. Auch die sogenannte Rauschbrille vermittelte Aha-Erlebnisse, in diesem Fall zum Thema „Alkohol am Steuer“. Notzon erinnerte sich angesichts des wunderschönen Wetters, dass er beim „Anlassen“  morgens schon mal im Schnee gestanden hatte.
 Motorradsimulator (Foto: A. Holz) 
Seh- und Hör-Tests bot die Verkehrswacht zusammen mit der Polizei an. Die Freunde und Helfer machten an diesem Tag ihrem Ruf alle Ehre. Die Organisation lag in ihren Händen; sie wurde von Polizei-Oberkommissar Lars Brummer geleitet. Sein Fazit lautete:  „Alles bestens!“ 
Das Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring machte auf seine (kostenpflichtigen) Fahrsicherheitstrainings aufmerksam, selbst für diejenigen, die noch keinen Motorradführerschein haben. Die Deutsche Verkehrswacht, ADAC und Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) bieten ebenfalls (kostenpflichtige) Trainings für Pkw- und Motorradfahrer an, doch nicht nur. Michael Bruns (BVDM) bestätigte, dass Motorradfahrer zu den aufmerksamsten Verkehrsteilnehmern gehören, schon aus Selbstschutz. Die Voraussicht auf das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer sei ausgeprägter. Herbert Fuss (ADAC Mittelrhein) blickte auf den Tacho-Prüfstand seiner Organisation und darauf, dass die Abweichungen etwa drei bis vier Kilometer pro Stunde unterhalb des anzeigten Wertes lagen. Er verwies auf den 22. April, an dem sein Verband in Koblenz einen Motorrad-Tag anbietet
Die Firma Fielmann empfahl  nicht wenigen Teilnehmern eine etwas gründlichere Augenuntersuchung, nachdem erste Augentest-Ergebnisse nicht so ganz gut ausgefallen waren.  Roland Heitmann vom TÜV Rheinland hielt nicht nur die Ohren auf, sondern auch ein Schallpegel-Messgerät nahe ans Motorrad. Zu laut wäre verboten. Und was als zu laut gilt, ist von Maschine zu Maschine unterschiedlich
Ein ganz eigenes Thema hat „Mehrsi“, die gemeinnützige GmbH „Mehr Sicherheit“. Sie verfolgt ein einziges Ziel: Leitplanken mit Unterfahrschutz-Planken auszustatten, damit zu Fall gekommene Motorradfahrer sich nicht an den Stützpfosten verletzen können.
Franz-Josef Schneider vom DRK war schon gegen 13 Uhr zufrieden. Zwei Dutzend Motorradfahrer hatten zu diesem Zeitpunkt Blut gespendet; sie bestätigten damit eine Aussage von Schneider, dass Zweiradfahrer bei diesem Thema offener sind als andere. Allerdings fehlen die jungen Spender. Es seien die Älteren, die kommen; sie gehören zur Gruppe 40 plus.
 Biker Biker Biker (Foto: A. Holz) 
Die Band „Der Nächste bitte“ aus Velbert unterhielt das Publikum über den gesamten Tag, lobenswerter Weise meist nicht zu laut. Mit Disziplin und Geduld stellten sich 8.000 Biker an, um zum Abschluss einmal über die Rennstrecke „Nordschleife“ zu fahren, in gemütlichem Tempo und darauf achtend, dass sie den Segen der Pfarrer und des Weihbischofs erhielten.  (Axel Holz)

Archiv 2011

Aktionstag am 20. Oktober 2011 im Alten Kaufhaus Landau

Plädoyer für selbständige und sichere Mobilität

120 Interessierte konnte der Präsident der Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz Dr. Jörg Meyer im Alten Kaufhaus in Landau begrüßen. Jedes Jahr gastiert der Aktionstag für erfahrene Kraftfahrer in einer anderen rheinland-pfälzischen Gemeinde. So dankte Dr. Meyer diesmal Thomas Hirsch, Bürgermeister der Stadt Landau, für die Gastfreundschaft und Unterstützung bei Veranstaltung des Forums Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz. Hirsch zeigte sich von der Idee dieser Veranstaltung begeistert und verkündete die Absicht der Stadt, im nächsten Jahr einen um weitere Themen erweiterten Seniorentag, in Eigenregie durchzuführen.

Dr. Meyer konnte neben den im Mittelpunkt stehenden Teilnehmern auch die Vertreter des Ministeriums für Inneres, Sport und Infrastruktur, Ministerialrätin Dr. Dagmar von Braunschweig und Polizeioberrat Martin Kuntze begrüßen. Kuntze berichtete in seinem Grußwort über die Unfallentwicklung im letzten Jahr. An 18.000 Unfällen von insgesamt 130.000 seien ältere Verkehrsteilnehmer beteiligt gewesen. 2.700 verletzte und 45 getötete Senioren im Land verdeutlichten den Handlungsbedarf. Die rheinland-pfälzische Polizei werde sich verstärkt der Verkehrsüberwachung und der Prävention zu widmen haben. Dankenswert seien Veranstaltungen wie der Aktionstag, den viele der sich mit Verkehrssicherheit Befassenden gemeinsam auf die Beine stellten.

Manfred Brummer, Leiter der Arbeitsgruppe Senioren im Forum Verkehrssicherheit und Moderator der Veranstaltung stellte den ersten Referenten vor: Verkehrspsychologe Axel Uhle, der eindruckvoll mit Statistiken und Einzelfallbeschreibungen, die Kompetenz älterer Verkehrsteilnehmer aber auch die spezifischen Risiken durch altersbedingte körperliche Veränderungen beschrieb. Sein Fazit war, dass Senioren bis 75 kein überproportional hohes Unfallrisiko darstellten. Dass ab 75 ein ähnliches Gefahrenniveau wie das der Fahrer bis 25 Jahren erreicht werde, verdeutliche, wenn man sich gleichzeitig die demografische Entwicklung vor Augen halte, eine zentrale Aufgabe der Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland. Die Mobilität bis ins hohe Alter zu erhalten sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

Auch Rita Schemmer vom Landesbetrieb Mobilität und Hans-Jürgen Lutz vom Polizeipräsidium Rheinpfalz fanden aufmerksame Zuhörer. Sie berichteten über neue Regelungen im Verkehrsrecht. Die Darstellung der Änderungen in den letzten Jahren führte im anschließenden Gesprächskreis zu regen Diskussionen über konkrete Situationen im Umkreis von Landau.

Im dritten Vortrag stellte Dipl.-Ing. Dr. Oliver Brockmann viele der auf dem Markt befindlichen „elektronischen Helferlein“ vor, gab aber auch Einblick in die neuesten Entwicklungsbestrebungen bis hin zum Fahrzeug, das ohne menschlichen Insassen in Tests bereits beeindruckende Autonomie beweise. Er schloss mit den Empfehlungen, gute zur Witterung passende Reifen zu wählen, auf deren korrekten Fülldruck zu achten, Wert auf Klimaanlage und gute Sitze zu legen sowie Xenon Licht mit Kurvenlichtfunktion zu wählen - und dem dringenden Ratschlag, in keinem Fall auf ESP zu verzichten.

Auf dem Marktplatz wurden von fast allen der 120 Teilnehmer und vielen weiteren „Laufkunden“ die Angebote Seh-, Hör- und Reaktionstest, Informationen zu Spritspar- und Fahrsicherheitstraining, Rauschbrillenparcours sowie Fahrsimulator wahrgenommen.

 Infostand 
 Toter Winkel

Programm 

09:30 Uhr Begrüßung Thomas Hirsch, Bürgermeister der Stadt Landau Martin Kuntze, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz 
10:00 Uhr "Mobilität ab 50+" Axel Uhle, Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz e. V. 
10:20 Uhr "Neues aus dem Verkehrsrecht"Rita Schemmer, Landesbetrieb Mobilität, und Hans-Jürgen Lutz, Polizeiprädidium Rheinpfalz 10:40 Uhr Kaffeepause
11:00 Uhr "Sinnvolle Technik, Zubehör und Ausstattungsmerkmale für ein sicheres Kraftfahrzeug"
Dr. Oliver Brockmann, Brockmann-Gruppe
11:20 Uhr Gesprächskreise zu den Vorträgen 
12:30 Uhr Mittagessen
13:30 Uhr Bewegungsanimation Bella Vitalis 
13:45 Uhr Vorstellen der Gesprächskreis-Ergebnisse 
ab 14: 30 Uhr • Demonstration einer Einparkhilfe • Toter Winkel • Rauschbrillenparcours Infostände während der Veranstaltung • Seniorengerechtes Fahrzeug • Sehtest• Hörtest• Reaktionstest • Blutdruck- und Blutzuckermessung • Reaktions- und Bremswegsimulator• Fußgängersicherheit• Sicherheitstraining • Spritspartraining • Neues aus dem Verkehrsrecht

Archiv 2010

7. Aktionstag für erfahrene Verkehrsteilnehmer 2010 in Neuwied am 28. Oktober 2010 

Sich selbst beurteilen als Schlüssel zu sicherer Verkehrsteilnahme 

Der Aktionstag für erfahrene Kraftfahrer am 28.10.2010 in der Kreisverwaltung in Neuwied bot Hilfen für sichere Mobilität. Bereits in der Begrüßung zum Aktionstag für erfahrene Kraftfahrer durch Manfred Brummer, den Leiter der Arbeitsgruppe Senioren im Forum Verkehrssicherheit und durch Rainer Kaul, den Landrat des Kreises Neuwied, wurde deutlich, dass Senioren nicht zu den Gefährdern, wohl aber zu den Gefährdeten im Straßenverkehr gehören.

Dies war auch Tenor des sich anschließenden Vortrags von Verkehrspsychologe Axel Uhle „Mobilität ab 50+“. Erst mit ab 75 Jahren werde man wieder häufiger Unfallverursacher. Deutlich wurde, dass die positive Bilanz bis 75 Jahre auch auf dem verantwortungsvollen Umgang mit altersbedingten Einschränkungen wie z. B. verschlechtertem Dämmerungssehen und Nackensteifigkeit beruht. „Sich selbst kennen, sich immer wieder überprüfen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen ist das A und O einer sicheren Verkehrsteilnahme in fortgeschrittenem Alter“ war das Fazit des sich an diesen Vortrag anschließenden Gesprächskreises.

Immer wieder überprüfen sollte man auch seine Kenntnis der Verkehrsregeln. Denn „seit Sie Ihren Führerschein gemacht haben, hat sich vieles geändert. Sie sind aber verpflichtet, sich über den aktuellen Stand der Verkehrsregeln zu informieren“, begrüßte Ewald Ternig von der Landespolizeischule die Hörer des Vortrages zu „Neuerungen im Verkehrsrecht“, den er gemeinsam mit Rita Schemmer vom Landesbetrieb Mobilität bot. Die Regeln zum Grünpfeil z. B. waren einigen noch nicht geläufig und schnell wurden Fragen zu Beispielsituationen laut, deren Beantwortung auf den auch hier sich anschließenden Gesprächskreis verschoben wurde.

Im Foyer der Kreisverwaltung wurde in den Pausen von nahezu allen der knapp 100 Teilnehmer die Angebote Seh-, Hör- und Reaktionstest, Informationen zu Spritspar- und Fahrsicherheitstraining, Blutdruck- und Blutzuckermessung sowie Fahrsimulator wahrgenommen.

 Reaktionstest

Nach der Mittagspause zeigte Birgit Günter vom Fit-Up Sportcenter Neuwied Übungen für mehr Beweglichkeit, die bereits in kurzen Fahrpausen Anwendung finden können und sofort Sauerstoffzufuhr und Aufmerksamkeit fördern. Gut gelaunt wurden Arme geschwungen und Köpfe gedreht bis Dr. Oliver Brockmann referierte zu „Sinnvolle Technik, Zubehör und Ausstattungsmerkmale für ein sicheres Kraftfahrzeug“. Detailreich gab Dr. Brockmann Einblick in das Angebot an unterstützender Technik. Doch bei allem was möglich ist, sei auch immer zu fragen, ob es einen persönlich unterstütze oder vielleicht eher belaste. Seine Liste der ohne Frage hilfreichen Angebote war denn auch eher kurz; Klimaanlage und Parkassistent gehörten dazu. Dringlich klang seine Empfehlung: „Kaufen Sie kein Auto ohne ESP!“

 Bewegung hält fit

Seinen Abschluss fand der Aktionstag im Freien. Staunende Gesichter gab es, als der Fahrer eines VW Touran zum Einparken die Hände vom Lenkrad nahm. Auch das durch eine Rauschbrille simulierte Erlebnis, dass bereits geringe Mengen Alkohol die Wahrnehmung und die Koordination stark beeinflussen, überraschte. 

 

Einparken ohne Hände / Mit der Rauschbrille aus dem Tritt 

„Ein gelungener Verkehrsicherheitstag mit interessierten und engagierten Teilnehmern“, bilanzierte Manfred Brummer, „keine Frage, dass wir auch 2011 einen Aktionstag anbieten werden.“

Theresianum-Gymnasium Mainz und die Kreisverkehrswacht Ahrweiler sind Spitze

wenn es um Verkehrssicherheit geht. Zu dem Ergebnis kam die Jury des Verkehrsforums Rheinland-Pfalz, das jährlich einen Preis für herausragende Sicherheitskonzepte vergibt. Vera Reiß, Staatssekretärin des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums, zeichnete am Montag im Theresianum-Gymnasium Mainz die Preisträger für ihre vorbildlichen Präventionskonzepte mit dem Verkehrssicherheitspreis 2009 aus. Ziel des Wettbewerbs, den auch die Unfallkasse Rheinland-Pfalz unterstützt, ist das gezielte Senken von Unfallzahlen im Straßenverkehr. Gehen gleichwertige Konzepte ein, teilt das Forum die Auszeichnung und das Preisgeld von 4.000 Euro auf zwei Gewinner auf. So auch in diesem Jahr.

„Verkehrssicherheit geht uns alle an und ist eine Gemeinschaftsarbeit“, hob Staatsekretärin Vera Reiß in ihrer Festrede hervor. „Jede Schülerin und jeder Schüler muss lernen, dass die Partner auf der Straße auf Gewissenhaftigkeit und Verlässlichkeit angewiesen sind, und dass jeder Verkehrsteilnehmer durch seine Teilnahme am Straßenverkehr Verantwortung für den anderen übernimmt“, so die Staatssekretärin weiter. Die Vertreterin des Bildungsministeriums sieht Verkehrserziehung vor allem als eine fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgabe. „Verkehrserziehung kann in allen Fächern unterrichtet werden, es ist ein klassisches Querschnittthema.“ Ein Bericht über einen Unfall als Lesetext in Deutsch, Geschwindigkeits- und Entfernungsberechnungen in Mathematik oder Blutalkoholwerte im Fach Biologie zeigen laut Vera Reiß deutlich: „Verkehrserziehung ist in einem ganzheitlichen Bildungsverständnis als Beitrag zur Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit der Schulkinder zu sehen.“

Jugendliche des Gymnasiums Mainz stellten zusammen mit Fachlehrer Alban Schüler Ausschnitte ihres ausgezeichneten Projekts „Verkehrserziehungstag – Schule mal ganz anders“ vor. Die Schülerinnen und Schüler simulierten einen Fahrradunfall und setzten ihre gut organisierte Rettungskette in Gang. „Am jährlich wiederkehrenden Verkehrssicherheitstag, der immer Ende Januar angesagt ist, freuen wir uns auch auf Gäste aus anderen Einrichtungen, denen wir gerne unsere Aktionen vorstellen“, warb Alban Schüler für Nachahmer in anderen Schulen. „Das großzügig bemessene Preisgeld ist an unserer Schule sehr willkommen und fließt in unsere Fahrradwerkstatt ein“, rundete Schulleiter Helmut Schmid die Ausführungen zum Projekt ab.

„Verkehrssicherheitsarbeit für behinderte Menschen“, dieses Projekt rief die Verkehrswacht Kreis Ahrweiler ins Leben, nachdem es innerhalb kurzer Zeit in Sinzig zu zwei schweren Fahrradunfällen mit behinderten Menschen gekommen war. Schwerpunkte der Aktion sind die Ausbildung von Fußgängern, Radfahrern und Mofafahrern. „Für die Ausbildung haben wir ein Konzept entwickelt, das genau auf die persönlichen Bedürfnisse der behinderten Menschen zugeschnitten ist“, sagte Harald Fölsch, der als Verkehrserzieher von der Polizeiinspektion Remagen mit großem Engagement den teils körperlich und zum Teil auch geistig behinderten Menschen die Lerninhalte vermittelt. Vorsitzender Hanspeter Führer und Geschäftsführer Manfred Born von der Kreisverkehrswacht Ahrweiler erklärten, wie sie das Preisgeld investieren: „Das heutige, 14 Jahre alte Mofa ist defekt. Mit dem zugedachten Geldpreis wollen wir ein neues Mofa beschaffen und dieses in Sinzig der Regionalschule sowie den Caritas Werkstätten für die Ausbildung zur Verfügung stellen.“

Archiv 2009

Mobil und selbständig so lange wie möglich 

„Rheinland-Pfalz will seine älteren Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzen, so lange wie möglich mobil und selbständig zu bleiben“, betonte Verkehrsstaatssekretär Alexander Schweitzer auf dem Aktionstag für erfahrene Verkehrsteilnehmer in Bad Bergzabern.

Seit sechs Jahren veranstaltet das Forum Verkehrssicherheit unter Federführung der Landesverkehrswacht einen Aktionstag für ältere Menschen, die aktiv am Straßenverkehr teilnehmen – an wechselnden Orten mit wechselnden Themen, mal für Kraftfahrer, mal für Radfahrer. Am 8. Oktober 2009 war das Forum zu Gast in der Schlosshalle Bad Bergzabern, wesentlich unterstützt von der dortigen Polizeiinspektion.

140 Teilnehmer hörten nach Grußworten des Verbandsbürgermeisters Hermann Bohrer, des Polizeipräsidenten Wolfgang Fromm und des Staatssekretärs Referate zu den Themen „Mobilität erhalten“, „Sinnvolle Technik für ein sicheres Auto“ und „Kniffliges aus dem Verkehrsrecht“. Die Referenten von Landesverkehrswacht, Fahrlehrerverband und Landesbetrieb Mobilität fassten sich kurz, denn Kernteil des Aktionstages sollten sich anschließende Gesprächskreise zu diesen Themen sein. In drei Gruppen tauschten die Teilnehmer Erfahrungen, Sichtweisen und Tipps aus, moderiert von den Referenten, die die ein oder andere technische oder rechtliche Neuigkeit beisteuern konnten.
Nach der Mittagspause wurde für alle Teilnehmer der Verlauf der Gesprächskreise kurz dargestellt, bevor in der Schlosshalle und auf dem Vorplatz Gelegenheit war, Seh- und Hörfähigkeit, Blutdruck und Reaktion testen zu lassen. Auch das Angebot mit Hilfe einer so genannten Rauschbrille zu erfahren, wie Alkohol das Koordinationsvermögen beeinträchtigt, wurde rege in Anspruch genommen. Beeindruckt waren alle Beobachter von der Vorführung eines Parklenkassistenten. Das Lenkrad los- und der Elektronik die Steuerung überlassen kostet zwar Überwindung, ist dann aber eine beachtenswerte Erfahrung, wenn das Fahrzeug „alleine“ den Weg in eine Parklücke findet, die manchem zu klein wäre.
 
 Der Assistent lenkt 
Die Idee, einen Aktionstag von Gesprächskreisen tragen zulassen, entspringe der Auffassung, dass man erfahrene Verkehrsteilnehmer nicht belehren könne und wolle, so Manfred Brummer von der Landesverkehrswacht. „Ihr Wissen zu vernetzen und gemeinsam Problembewusstsein sowie Lösungsstrategien zu entwickeln, garantiert die Nachhaltigkeit unserer Bemühungen“, bilanzierte Brummer die erfolgreiche Veranstaltung bevor er allen Unterstützern, besonders aber der Polizeiinspektion Bad Bergzabern dankte, der es gelungen war so viele Besucher zu mobilisieren.

Programm 

10:00 Uhr Begrüßung 
Hermann Bohrer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern
Alexander Schweitzer, Staatssekretär im Verkehrsministerium Rheinland-Pfalz
Wolfgang Fromm, Präsident Polizeipräsidium Rheinpfalz 
10:30 Uhr Gesprächskreise mit Impulsreferaten
1. Mobilität erhalten Hans-Jürgen Lutz, Polizeipräsidium Rheinpfalz
2. Sinnvolle Technik für ein sicheres Auto Leander Oswald, TÜV Rheinland
3. Kniffliges aus dem Verkehrsrecht Rita Schemmer, Landesbetrieb Mobilität, und Dieter Lotter, Fahrlehrerverband Pfalz
12:30 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr Vorstellen der Gesprächskreis-Ergebnisse 
anschließend Besuch der Infostände • Seniorengerechtes Fahrzeug • Sehtest • Hörtest • Reaktionstest • Blutdrucktest • Verkehrssicherheitsmobil • Sicherheitsmobil • Spritspartraining • Rauschbrillen • Neues aus dem Verkehrsrecht

Verkehrssicherheitspreis 2008 geht an Schule und Polizei 

„Beispielhaftes Engagement und neue Ideen zeichnen die Gewinner des Verkehrssicherheitspreises 2008 aus.“ Dies betonte der Leiter der Verkehrsabteilung im Ministerium, Lothar Kaufmann, bei der Verleihung der Verkehrssicherheitspreise des Verkehrsforums Rheinland-Pfalz in Zellertal. Die beiden Hauptpreisträger der mit insgesamt 4 000 Euro dotierten und in diesem Jahr geteilten Auszeichnung hätten diese Voraussetzungen in besonderem Maße erfüllt. Preisträgerin ist zum einen die Zellertalschule, zum anderen sind es die Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Pirmasens, Arno Noll und Peter Kuwatsch.
Die Zellertalschule hat eine Verkehrssicherheitswoche für die ersten bis vierten Schuljahre mit vielen verschiedenen Aktionen organisiert. Partner waren die Unfallkasse (Busschule), der ADAC (Fahrradturnier) und die Polizei (Polizeipuppenbühne). „Das besondere an diesem Projekt ist, dass die Kinder schon sehr früh in die Verkehrssicherheitsarbeit eingebunden werden und kindgerecht an die Fragen der Verkehrssicherheit herangeführt werden“, urteilte Kaufmann. Für jede Klasse (1. bis 4.) seien in einem speziellen Stundenplan altersgerechte Themen zusammengestellt worden. Das Projekt habe daher in besonderem Maße das Prädikat „nachahmenswert“ verdient, weil das Konzept mit dem „Stundenplan“ als Kernstück sehr einfach auf andere Schulen übertragbar sei, hob Kaufmann hervor.


Clown „Tapsi“ rollerte mit einem Küchensieb auf dem Kopf in das Geschehen.

Arno Noll und Peter Kuwatsch von der Polizeiinspektion haben für Kindergartenkinder ein Programm entwicklet, das auf drei Jahre gesehen in jedem Jahr etwas anderes zu bieten hat. 
- Stuhlkreis mit Rabe Rudi
Die Verkehrserzieher bringen den Raben Rudi mit gebrochenem Flügel in den Kindergarten. Die Kinder sind spielerisch gefordert, dem verunglückten Vogel zu helfen, damit er künftig weiß, wie er sich im Straßenverher zu verhalten hat.
- Clown Tapsi
Ein Polizist bespricht mit den Kindern krminal- und verkehrspräventive Themen. Clown Tapsi, der alles falsch macht, kommt hinzu und wird von den Kindern auf den richtigen Weg geführt.
- Puppentheater
Eine Erzieherin und ein Polizist sprechen mit dem Puppenkind Sabine, das sich auf dem Jahrmarkt verlaufen hat. Auch hier werden verschiedene Präventionsthemen angesprochen, aufgelockert vom Raben Rudi. 

Archiv 2008

5. Aktionstag für erfahrene Verkehrsteilnehmer 2008 in Hachenburg am 16. Oktober 2008 

Opa am Steuer - Horror oder Segen? 

„Ältere Kraftfahrer dürfen nicht diskriminiert werden, aber ihre Fähigkeit zur Selbstbeobachtung und zur Selbstkritik sowie flexible Verkehrsmittelwahl sind gefragt.“ Zu diesem Schluss kam Professor Heinz-Jürgen Kaiser von der Universität Erlangen in seinem Vortrag beim 5. Aktionstag für erfahrene Verkehrsteilnehmer des Forums Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz.

Kaiser definierte Mobilität als eine Schlüsselqualifikation der modernen Industriegesellschaft. Eigenverantwortung und Selbständigkeit älterer Menschen – von denen wir alle profitieren – funktionierten nur durch eine sichere Mobilität auch der Älteren. Wobei Kaiser Mobilität körperlich, intellektuell und räumlich verstanden wissen wollte. 
Er belegte an Beispielen die Trainierbarkeit von Körper und Geist und definierte einen Großteil des so genannten Alterungsprozesses als Auswirkungen mangelnden Trainings. Er zeigte auf, dass – gemessen an der Fahrleistung – die Gruppe der 65-70 Jahre alten Kraftfahrer am seltensten verunglücke. Erst jenseits von 75 Jahren steige dieses Risiko wieder an. 
Einhundert ältere Menschen folgten seinen Ausführungen und diskutierten mit Professor Kaiser beim 5. Aktionstag für erfahrene Verkehrsteilnehmer des Forums Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz am 16.10.2008. Diese Aktionstage werden organisiert von der Landesverkehrswacht.
Nachdem die beiden letzten Veranstaltungen in dieser Reihe im Süden des Bundeslandes sich dem Thema Radfahren für Ältere widmeten, waren dieses Mal die Kraftfahrer an der Reihe. Auch die Region wurde gewechselt. Schloss Hachenburg im nördlichen Rheinland-Pfalz, Sitz der Fachhochschule der Deutschen Bundesbank, bot einen hervorragenden Rahmen für eine abwechslungsreiche und interessante Veranstaltung. 
Nach der Begrüßung durch Vertreter der Verbandsgemeinde und der Fachhochschule erläuterte Verkehrsstaatssekretär Carsten Kühl, dass im Bereich der Senioren ein in Rheinland-Pfalz von der Landesverkehrswacht entwickeltes Programm zur Verbesserung der Mobilität im Alter angeboten wird: „Speziell geschulte Seniorenberater gehen auf die Zielgruppe zu und bieten Fahrtbegleitung bei Autobahnfahrten an, geben Tipps zur Routenplanung sowie zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Fitness, beraten beim Fahrzeugkauf, geben Auskünfte über neue Verkehrsregeln und vieles mehr“, lobte Kühl.


Reaktionstest beim Aktionstag

Im Folgenden hörten die Teilnehmer neben dem Vortrag von Professor Kaiser Ausführungen zu „Sinnvolle Technik für ein sicheres Auto“ von Steffen Missbach, TÜV Rheinland und zu „Erhaltung der Mobilität trotz Einschränkungen“ von Axel Uhle, Verkehrspsychologe und Beiratsmitglied der Landesverkehrswacht. 
Missbach stellte die Frage nach Sinn und Nutzen von Fahrerassistenzsystemen, die sich pauschal nicht beantworten ließe. Missbach: „Assistenzsysteme können entlasten, aber auch belasten.“ Sie könnten helfen, in der Reizüberflutung des immer dichter werdenden Verkehrs den Überblick zu behalten, könnten aber selbst Teil der Reizüberflutung sein. 
Jeder Autofahrer tue gut daran, sich mit dem Angebot auseinanderzusetzen, denn neben ASB und EPS, die jedem zu raten seien, gäbe es eine Fülle von Angeboten, bei denen jeder für sich entscheiden müsse, ob sie sinnvoll für ihn seien. Aus dem Auditorium war die Klage zu hören, dass Assistenzsysteme in Paketen angeboten würden, so dass der Nutzer nicht frei zusammenstellen könne.
Neben den Referaten und Diskussionen bot der Aktionstag auch Infostände zu vielen Themen. Die Angebote im Außenbereich wie „Winterreifen“, „Toter Winkel“, „Seniorengerechtes Fahrzeug“ und „Gurtschlitten“ wurden wegen heftigem Regen kaum genutzt. Umso mehr Zulauf erhielten die Testangebote – Sehfähigkeit, Reaktion, Blutdruck – und Informationsstände – Neues aus dem Verkehrsrecht, Fachliteratur, Spritsparen. 14 Teilnehmer des Aktionstages konnten sich über den Gewinn eines kostenlosen Spritspartrainings freuen.

Programm 

09:30 Uhr Begrüßung 
N. N., Fachhochschule der Deutschen Bundesbank 
Dr. Carsten Kühl, Staatsekretär im Verkehrsministerium
Peter Klöckner, Bürgermeister von Hachenburg
Vera Apel-Jösch, Leiterin der Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen 
09:50 Uhr Mobilität ab 50 Referat von Prof. Heinz-Jürgen Kaiser, Universität Erlangen 
10:30 Uhr Gesprächskreise mit Impulsreferaten
1. Erhaltung der Mobilität trotz Einschränkungen Axel Uhle, Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz e. V.
2. Sinnvolle Technik für ein sicheres Auto Steffen Mißbach, TÜV Rheinland e. V. 
11:40 Uhr Mittagspause
12:30 Uhr Vorstellen der Gesprächskreis-Ergebnisse 
13:30 Uhr Besuch der Infostände • Anschnallen • Seniorengerechtes Fahrzeug • Sehtest • Reaktionstest • Blutdrucktest • Spritspartraining • Neues aus dem Verkehrsrecht • Fachliteratur

Verkehrssicherheitspreis 2007 wurde geteilt

Das Forum Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz vergab zum dritten Mal den Verkehrssicherheitspreis. Die mit 4000 Euro dotierte Auszeichnung ging jeweils zur Hälfte an ein Projekt aus Worms bzw. an ein Projekt aus Heidesheim. Darüber hinaus verlieh das Forum Verkehrssicherheit Sonderpreise an zwei Projektgruppen aus Nieder-Olm und Koblenz.

„Verkehrssicherheit wirkt nur im Verbund, und das Forum Verkehrssicherheit versteht sich als ein gut funktionierendes Netzwerk“. Mit diesen Worten begrüßte LPD Thomas Ebling am 22. Februar zahlreiche Ehrengäste in der Aula der Bereitschaftspolizeiin Mainz.

„Prävention ist wichtig und sie ist auch messbar", so Innenminister Karl Peter Bruch. „Prävention rettet Leben und gehört gefördert. Dazu stehe ich". Der Minister zeichnete die Preisträger während der Feierstunde aus und dankte dabei auch den Partner des Verkehrsforums Verkehrssicherheit für ihren Einsatz.
 

Innenminister Karl Peter Bruch mit den Preisträgern aus Nieder-Olm

Projektbeschreibungen (Word-Dateien)

"Verkehrsunterricht statt Sozialstunden"
 ein Projekt der Staatsanwaltschaft, der Jugendgerichtshilfe, der DEKRA, der PVAG-Versicherung und der Polizeidirektion Worms
“Ladungssicherheit bei PKW” ein Projekt der Polizeiautobahnstation Heidesheim
"Schulwegplaner" ein Projekt der Schenkendorfschule Koblenz
"Schulranzenfähnchen" ein Projekt des Gymnasiums Nieder Olm

Archiv 2007

4. Aktionstag für erfahrene Verkehrsteilnehmer am 15. September 2007

zu Gast beim Sicherheits- und Gesundheitstag für Senioren in Haßloch 

Das Fahrrad erfreut sich bei älteren Verkehrsteilnehmern großer Beliebtheit. Es wird für alltägliche Erledigungen eingesetzt und zur Freizeitgestaltung. Radfahren kann zur täglichen Mobilität und zur Stärkung von Herz, Kreislauf und vielen Muskelpartien bei Schonung der Fuß-, Hüft- und Kniegelenke beitragen.Bei Radunfällen sind Senioren kaum häufiger Verursacher als andere Altersgruppen. Kommt es aber zu einem Unfall, sind sie meist stärker betroffen. Die Widerstandskraft gegen äußere Einwirkungen hat im Allgemeinen nachgelassen.Bei „Fahr Rad über 50“ stellten Landesverkehrswacht, Polizei, TÜV und viele andere einiges vor, was man tun kann, um die Risiken zu verringern und den Genuss zu vergrößern. Der 4. Aktionstag bot Referate (z. B."Neues aus dem Verkehrsrecht"), Vorführungen (z. B. Crash-Demonstration Pkw-Fahrrad) und Ausstellungen (z. B. Fahrradtransport mit dem Pkw) rund ums Rad fahren. 

Beispielhafte Projekte zur Vorbeugung von Verkehrsunfällen ausgezeichnet

Am 23. Februar 2007 wurde In Mainz zum zweiten Mal nach 2005 der mit insgesamt 4.000 Euro dotierte Verkehrssicherheitspreis vergeben. Mit ihm zeichnet das „Forum Verkehrssicherheit“ – ein Zusammenschluss von rheinland-pfälzischen Institutionen, die sich in der Verkehrssicherheitsarbeit engagieren – nachahmenswerte und innovative Projekte zur Vorbeugung von Unfällen im Straßenverkehr aus.

„Verkehrssicherheitsarbeit ist eine wichtige präventive Aufgabe. Um sie erfolgreich leisten zu können, bedarf es des effektiven Zusammenwirkens der damit befassten Einrichtungen. Es bedarf aber auch des Einsatzes und des Ideenreichtums von Menschen wie denen, die wir heute auszeichnen“, sagte Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, der die Preise verlieh.Den Verkehrssicherheitspreis teilen sich in diesem Jahr die PolizeiautobahnstationGau-Bickelheim des Polizeipräsidiums Mainz und die Verkehrswacht der Stadt Pirmasens und des Landkreises Südwestpfalz. Eine mit Fachleuten besetzte Jury entschied sich für sie unter insgesamt 14 Bewerbungen. Die beiden Preisträger erhalten jeweils 2.000 Euro.

Die Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim wurde für ihr Projekt „Anschnallen, warum?“ ausgezeichnet. Es orientiert sich an der häufigen Ursache schwerer Verkehrsunfälle - dem Fahren ohne Sicherheitsgurt - und soll dazu beitragen, die Gurtanlegequote zu erhöhen. Dabei werden aussagekräftige, mitunter auch provozierend wirkende Unfallbilder aus der Region als Poster an den Rastanlagen und Autohöfen ausgehängt. Flankiert wird diese bewusstseinsbildende Aktion von Informationsveranstaltungen der Polizei, bei denen auch Unfallfahrzeuge ausgestellt werden.


Staatssekretär Michael Ebling (2. v. l.) mit den Vertretern der Polizeiautobahnstation 

„Diese gleichermaßen Kopf und Bauch ansprechende Maßnahme mit lokalem Bezug auf der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung in Rheinland-Pfalz trägt dazu bei, die Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer für die lebensrettende Wirkung des Sicherheitsgurts im Falle eines Unfalls zu sensibilisieren“, sagte Ebling. Er wünschte sich, dass diese Initiative an anderen Orten übernommen wird.
Die Verkehrswacht der Stadt Pirmasens und des Landkreises Südwestpfalz erhielt den Preis für ihre Aktion „Junge Fahrer“. Diese fand erstmals im Jahr 2003 statt und ist inzwischen als jährliche Verkehrssicherheitstage an den dortigen Gymnasien und Berufsschulen institutionalisiert.

Mit diesem Projekt, das die Verkehrswacht mit zahlreichen Partnern – unter anderem der Polizei, der Feuerwehr, dem DRK, der Staatsanwaltschaft und dem TÜV – durchführt, werden Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen für die Gefahren des Autofahrens sensibilisiert, um das Unfallrisiko von Fahranfängerinnen und –anfängern zu vermindern.

„Junge Fahrerinnen und Fahrer tragen als Gruppe das höchste Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken. Sie sind also eine ganz wichtige Zielgruppe bei der Vorbeugung von Unfällen im Straßenverkehr“, kommentierte der Staatssekretär.

Einen undotierten Sonderpreis erhielt die Kinderunfallkommission Kaiserslautern (KUK) für die Vernetzung der Verkehrssicherheitsarbeit auf örtlicher Ebene mit dem Ziel, den Straßenverkehr in Kaiserslautern für Kinder sicherer zu gestalten. Die KUK wurde im Jahr 2002 auf Initiative der Polizeidirektion Kaiserslautern gegründet. Ihr gehören neben der Polizei die Stadtverwaltung, Verbände und Vereinigungen sowie das Institut für Mobilität & Verkehr an der TU Kaiserslautern an.

„Kinder sind unsere Zukunft. Dieses Projekt steht in bester Weise für die Anliegen unserer Initiative Kinderfreundliches Rheinland-Pfalz“, meinte Ebling dazu.

Er kündigte an, dass das „Forum Verkehrssicherheit“ in diesem Jahr erneut den Verkehrssicherheitspreis ausschreiben werde.

Archiv 2006

3. Landesseniorentag am 24. Oktober 2006 in Enkenbach-Alsenborn 

Die "Rheinpfalz Kaiserslauterrer Rundschau" berichtete am 25.10.2006"

Unter dem Motto "Fahr Rad über 50" stand der dritte Landesseniorentag des Forums Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz. Auf dem Gelände der Bereitschaftspolizeiabteilung in Enkenbach-Alsenborn gab es Informationen rund um das Thema Rad in Vorträgen, bei Vorführungen und an Informationsständen.

"Senioren sind nicht häufiger an Radfahrunfällen beteiligt, sie sind aber häufiger schwer betroffen." Dies betonte Präsidiumsmitglied Hans Bonk von der Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz im Hörsaal der Bereitschaftspolizei. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Leiter der Arbeitsgruppe Senioren, Präsidiumsmitglied Manfred Brummer.

Der Straßenverkehr habe sich im Laufe der Jahre stark verändert, betonte Lothar Kaufmann, Leiter der Abteilung Verkehr und Straßenbau im rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium. Dadurch seien auch die geistigen Anforderungen an die Verkehrsteilnehmer bedeutend größer geworden. Laut Unfallstatistik waren im Jahr 2004 etwa 1200 der Unfallopfer älter als 65 Jahre, darunter waren 200 Fahrradfahrer. In Rheinland-Pfalz waren es im selben Jahr 520 Personen, und davon wurden zehn tödlich verletzt. Meist waren die Unfallursachen menschliche Schwächen, und dem könne mit Schulungen durch Seniorentrainer entgegengewirkt werden.

Da der Mensch im Alter abbaue, appellierte Kaufmann an die Eigenverantwortlichkeit der Senioren. Dass zum Radfahren eine ausgereifte Infrastruktur nötig sei, habe die Landesregierung frühzeitig erkannt. Alleine im vergangenen Jahr wurden 36 Kilometer neue Radwege fertiggestellt, und damit hat sich das Radwegenetz auf 1046 Kilometer erhöht. Der Ausbau und besonders der Lückenschluss werde fortgesetzt, versprach Kaufmann.

Der Hausherr, Polizeidirektor Karl Höhn, zeigte sich erfreut über das große Interesse in der Bevölkerung. Die Landesverkehrswacht leiste sehr viel für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, sagte er.

Mit dem Radfahren habe sich die Verkehrswacht ein aktuelles Thema ausgesucht, lobte Landrat Rolf Künne. Radfahrer hätten im Landkreis die besten Voraussetzungen, auch wenn es hin und wieder noch eines Lückenschlusses bedürfe.

Das Radfahren habe auch einen touristischen Aspekt, erläuterte die Tourismisbeauftrage des Landkreises, Natalie Kluth, die das Radwegenetz des Kreises vorstellte. "Kein Medikament wirkt so gut wie Bewegung" urteilte Jürgen Besser vom Sportinstitut an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Harry Müller vom TÜV Rheinland riet zum Tragen von Fahrradhelmen und erläuterte eine sichere Fahrradausstattung. Demonstriert wurde ein Crash zwischen einem Radfahrer und einem Personenkraftwagen.

Beim Sehtest konnten die Besucher ihr Augenlicht prüfen lassen, das Verkehrssicherheitsmobil informierte über Vorschriften und Ausstattungen, und vorgestellt wurden seniorengerechte Fahrräder. (osw)"

Archiv 2005

Mainz, 9. Dezember 2005

Bauckhage vergibt erstmals Verkehrssicherheitspreis

Spielerische Bühnenshow und Fahrsicherheitstraining für Mofa-Fahrer sorgen für mehr Sicherheit

Die Polizeibeamtin Stefanie Schnell aus Lingenfeld (Landkreis Germersheim) und Herr Dieter Lotter aus Schönenberg-Kübelberg, engagiert in der Kreisverkehrswacht Kusel, sind die Träger des erstmals ausgeschriebenen Verkehrssicherheitspreises des Forums Verkehrs­sicherheit Rheinland-Pfalz. Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage hat die mit jeweils 2000 Euro dotierten Preise jetzt in Mainz vergeben und das freiwillige, ehrenamtliche Engagement der Preisträger gewürdigt.

Stefanie Schnell hat eine mit Musik unterlegte Bühnenshow konzipiert. Sie möchte damit auf spielerische Art das Bewusstsein von Kindern für ein ordnungsgemäßes Angurten schärfen und auch auf die Eltern einwirken. „Diese Musikshow ist gut übertragbar und erlernbar für andere Kindergruppen. Sie kann damit als Vorbild in der Präventionsarbeit genutzt werden“, stellte der Minister nach einer Vorführung im Ministerium fest. Prävention könne gar nicht früh genug ansetzen, Kinder seien als schwächste Verkehrsteilnehmer besonders gefährdet. „Je früher wir die Kenntnisse über eine sichere Mobilität bei den kleinen Menschen verankern können, desto nachhaltiger ist die Wirkung für die Zukunft“, sagte Bauckhage und dankte Frau Schnell für ihren gelungenen Beitrag zur Verkehrssicherheit.

Dieter Lotter hat ein Sicherheitstraining für Mofafahrer konzipiert. „Sie haben sich einem ganz wichtigen und neuralgischen Punkt in der Verkehrssicherheitsarbeit gewidmet, nämlich dem Verhalten von jungen Fahranfängern“, stellte der Minister fest. Mit dem Training könnten Defizite in der Fahrpraxis zumindest teilweise kompensiert werden. Erfahrung entwickele sich erst durch Praxis, also durch das „Er-Fahren“ im wahrsten Sinne des Wortes, so der Minister. Die Teilnehmer lernten auf geschütztem Gelände richtiges Kurvenfahren und Bremsen sowie die frühzeitige Gefahrenerkennung. 

Das Preisgeld von insgesamt 4 000 Euro haben die Partner des Forums Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz gestiftet. Dazu gehören die Fahrlehrerverbände, die Landesverkehrswacht, die Unfallkasse Rheinland-Pfalz, der ADAC, der TÜV, der Landesbetrieb Straßen und Verkehr sowie der Bundesverband der freiberuflichen Kfz-Sachverständigen. Mit der Ausschreibung wurde nach innovativen Ideen zur Unfallvorbeugung gefragt, die als Modell für andere in der Verkehrssicherheitsarbeit tätige Menschen dienen können. Aus 11 Einsendungen hat die Jury die zwei besten Beiträge ausgewählt. 2006 soll der Preis erneut ausgeschrieben werden. „Für uns ist die Verkehrssicherheitsarbeit eine verkehrspolitische Daueraufgabe!“, betonte Minister Bauckhage abschließend.

Mainz, 6. September 2005

2. Landesseniorentag am 6. September 2005 im Foyer des SWR in Mainz 

"Immer mehr ältere Verkehrsteilnehmer - Gefahr oder Segen für die Verkehrssicherheit" war das Thema der Podiumsdiskussion. Die Antwort auf die Frage nach der Gefahr beantwortet zumindest zum Teil der Blick auf die Statistik. Nur 0,1 % der Verkehrsunfälle sind auf körperliche oder geistige Beeinträchtigungen von Senioren zurückzuführen. Damit der steigende Anteil der Älteren, die aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, ein Segen werden kann, bedarf es u. a. der Information der Senioren und Ihrer Mitarbeit bei den Strategien der Verkehrssicherheitsarbeit für diese Altersgruppe.

 

Kontextspalte

Ansprechpartner

Arbeitsgruppe Kinder und Jugendliche:

Herr Lars Brummer

Arbeitsgruppe Junge Fahrer:

Herr Herbert Fuß

Arbeitsgruppe Senioren:

Herr Dirk Hartenberger

Arbeitsgruppe Strategie:

Herr Andreas Opfermann-Hauch

Forum Verkehrssicherheit

Jörg Holzhäuser

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr,
Landwirtschaft und Weinbau

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55116 Mainz

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